Art. 29 Gruppe: Anforderungen an Apps auf Smart Devices

Die Art. 29 Gruppe als Zusammenschluss der europäischen Datenschutzbehörden hat sich in der “Opinion 02/2013 on apps on smart devices” vom 27.2.2013 (WP 202) zu den aus ihrer Sicht notwendigen Anforderungen an den Datenschutz bei der Nutzung von Apps auf sog. Smart Devices, also Tablets und Smartphones, geäußert. Zu Recht weist die Art. 29 Gruppe in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass sich Apps heute nicht mehr auf die Bereitstellung bestimmter Funktionalitäten auf einem Smart Device beschränken, sondern Zugang zu einer Vielzahl von anderen Anwendungen und Informationen auf dem Smart Device benötigen (oder verlangen), um diese Funktionalitäten überhaupt bereitstellen zu können. Typische Fälle sind etwa der Zugriff durch die App auf Kalender und Kontakte, aber auch auf GPS- und andere Sensordaten.

Um diesem Datenhunger der Apps, aber auch der App-Store Betreiber und der Betriebssystemanbieter für Smart Devices (allen voran Apple, Google, Microsoft und BlackBerry) gerecht zu werden, fordert die Art. 29 Gruppe klare Regelungen. Dies beginnt bei einer leicht zugänglichen und verständlichen Datenschutzerklärung in jeder App und wird ergänzt durch das Einholen der notwendigen Einwilligungen vor dem erstmaligen Zugriff auf die Datenbestände des Nutzers. Des Weiteren sei die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern zu berücksichtigen, wenn diese Apps auf Smart Devices nutzen. Schließlich müssten die Store-Betreiber und Betriebssystemhersteller die von den Programmierern der App zu nutzenden Schnittstellen so ausgestalten, dass diese eine Kontrolle des Nutzers über Art und Umfang der ggf. vom Smart Device zu übermittelnden Daten erhalten.

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